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Orte in Nordholland

Hoorn (externer Link)

Hoorn hatte als Seefahrerstadt eine große Bedeutung. Es stammt z.B. der Kaptitän Willem Schouten aus Hoorn, welcher 1616 als erster die Südspitze Amerikas umsegelte. Hoorner HafenDeshalb heißt diese heute Kap Hoorn. Es gibt ein historisches Zentrum mit Denkmal und Museum. Hoorn MarktplatzDort befindet sich das Westfriesische Museum mit allem über die Hoorner Seefahrt. Daran schließt sich eine längere, neuere Fußgängerzone an. In der anderen Richtung gelangt man zum alten Hafen. Dort liegen Ausflugsbote und ein paar Segler, im Yachthafen die modernen Boote. Wir besuchten Hoorn an einem Montagvormittag, bei Regen. Will man Museen besuchen braucht man mehr Zeit. Schwierig ist es außerdem an so einem Montagmittag ein geöffnetes Restaurant zu finden. Nicht nur die Geschäfte schlafen länger sondern auch die Wirte.

Medemblik (externer Link)

Medemblik KastellMedemblik kann man zusammen mit Hoorn besuchen, liegt nur etwa 15 km nördlich von Hoorn. Am besten geht das mit der Dampflok (Museumstoomtram) von Hoorn nach Medemblik oder umgekehrt, haben wir allerdings nicht gemacht. Dazu gibt es in der Nähe von Medemblik auch das Dampfbahn/ -maschinenmuseum (Stoommachine Museums) zu besuchen. Wir fanden einen kostenlosen Parkplatz am Kastell Radboud auf einer Landspitze am Ijsselmeer gelegen. Auf eine Besichtigung verzichteten wir, dafür unternahmen wir einen Bummel durch die Stadt. Die ist geprägt vom großen Sport- und Yachthafen, viele Skipper nutzen den Hafen auch um einen oder mehrere Tage hier zu verbringen. Die anschließende Einkaufsstraße (nicht verkehrsberuhigt) macht für den kleinen Ort was her, geprägt durch die vielen Yacht'ler schien uns das Niveau etwas höher als sonst.

Zaanse Schans (externer Link)

Zaanse Schans ist ein Freilichtmuseum wenige Kilometer nördlich von Amsterdam. Gelegen am Fluss Zaan sind dort mehrere historische Gebäude aus den Niederlanden aufgebaut, zusammen mit 5 verschiedenen Arten von Windmühlen (Sägewerkmühle, Ölmühle, Farbmühle, Senfmühle). Zaanse Schans - GartenIn manchen Häusern ist eine kleine Ausstellung, wie z.B. ein Bäckereimuseum, Uhrenmuseum (extra Eintritt) oder der kleine Krämerladen (frei, für Kinder gibt's eine Kleinigkeit gratis). Die Gebäude sind teilweise bewohnt, sie stellen ein Dorf im 17.Jh dar. Dann gibt es noch Schauwerkstätten des traditionellen holländischen Handwerks zu besuchen. Da wäre die Käserei - schnelle Einführung ins Käsemachen in mehreren Sprachen - danach in den Shop. Interessant war die Holzschuhmanufaktur mit Vorführung der traditionellen Art der Holzschuhproduktion, ebenfalls mit einer großen Auswahl an Klompen zum Kaufen und einem historischen Abriss. Zaanse Schans - HausEine Diamantenschleiferei kann man sehen (mit Verkauf) und etliche anderer Souvenirshops sowie ein Pannekoeken-Schnellrestaurant. Alles in allem sehr, sehr touristisch aufgebaut, für die Massenabfertigung. Aber es lohnen die historischen Gebäude und Mühlen sowie die Holzschuhmacherei. Der Eintritt ist offiziell frei, aber das Parken kostet (abgesehen von der ersten halben Stunde, die einem nichts nützt) am Tag 6,50 €. Zusätzlich kostet jede Mühle und Museum extra Eintritt (2-3 €). Es gibt Tageskarten für mehrere Mühlen und Museen zu kaufen, aber das lohnt nur wenn auch alles auf hat. Da kommen wir zum nächsten Punkt: An einem regnerischen Tag, wie bei unserem Besuch, hatten verschiedene Museen nicht auf und nur eine Mühle. Diese Karte hätte uns nix gebracht. Zaanse Schans - MühlenZusätzlich kann man noch mit einem Ausflugsschiff auf dem Fluss fahren - war aber wegen schlechten Wetters auch nicht möglich. Gleich am Parkplatz steht das Zaans Museum, welches wir aufgrund des Regens zuerst besuchten (Eintritt 4,50 €). Es unterteilt sich in die Bereiche „Life - Wind - Water - Work“ und beleuchtet so verschiedene Traditionen, Lebensweisen, Handwerke, Wind- und Wasserkraft (fremdsprachig nur Englisch). Kann man sich ansehen, Kinder können hier und da Experimente machen, Schubladen aufmachen und Zeugs untersuchen.

Alkmaar (externer Link)

Hauptattraktion Nummer eins ist in Alkmaar der Käsemarkt. Dieser findet von April bis September Alkmaar - Marktimmer Freitagvormittag (10-12 Uhr, auch bei Regen) statt. Es ist schon ein recht touristisches Spektakel, mit etlichen Verkaufsständen und Händlern drum herum. Aber sie zeigen eben wie es mal war. Heutzutage wird der Käse anders verkauft. Man braucht auch keine Sorge haben wenn man zu spät dran ist, dass man nix sieht. Der Markt geht über zwei Stunden und da gehen und kommen immer wieder Leute, so dass man früher oder später einen Platz in der ersten Reihe ergattert. Die Prozedur wiederholt sich ja auch öfter - Käse prüfen, auf die Trage laden, zur Waage bringen, wieder zurück, Preis verhandeln, zum Käufer bringen. Alkmaar hat ein hübsches historisches Zentrum was sich für einen Bummel anbietet, ebenfalls durchzogen von ein paar Grachten, wo auch Rundfahrten angeboten werden. Alkmaar - WaageInteressant ist der städtische Brückenwärter, der vor einem Rundfahrtsboot mit dem Fahrrad her fährt und die vielen Brücken öffnet und schließt, manche öffnen elektrisch, manche mit Kurbel oder er muss Ziehen. Man kann auf der nördlichen Kanalseite im Einkaufsviertel parken, da bekommt man den Tagesparkplatz für etwa 3 €. Über die Brücke erreicht man das Zentrum in wenigen Minuten.

Aalsmeer (externer Link)

Aalsmeer BloemenveilingDie „Bloemenveiling Aalsmeer“ ist die größte und in ihrer Art einzigartige Blumenversteigerung der Welt. Im Grunde werden alle Blumen die irgendwo verkauft werden dort gehandelt. Selbst Züchter aus Südafrika schicken ihre Blumen nach Aalsmeer um sie zu verkaufen. Aalsmeer BloemenveilingMan sollte bis 9 Uhr da sein, damit man vom Handel noch was mitbekommt, nachher wird es schon merklich ruhiger. Geöffnet Mo-Fr 7:30-11 Uhr, Eintritt 5 €, was ich so nicht erwartet hatte ,aber ok - wenn viele Leute das sehen wollen, warum verlangt man dann nicht Geld dafür. Zum Parkplatz auf dem Dach der Halle folgt man den Schildern zur Blumenauktion und dann zum Parkplatz für Besucher. Man läuft auf Gangways über dem Geschehen durch die vielleicht 1 km lange Halle. Durch Fenster kann man in die insgesamt 5 Auktionssäle blicken. Die Auktionsuhren werden mittlerweile elektronisch auf Leinwände projiziert, zusammen mit anderen Informationen und Bildern der Pflanzen. Aalsmeer - AuktionssaalDie Händler haben eine Hand unter dem Tisch am Auktionsknopf und drücken mehr oder weniger hektisch um eine Partie zu kaufen. Nachher fragt der Auktionator nach der gewünschten Menge. Was nicht verkauft wird läuft so lange durch die Auktion bis an diesem Tage Schluss ist, danach wird alles nicht verkaufte vernichtet, hab ich zumindest mal im Fernsehen gesehen. Ein paar Zahlen: 19 Mio verkaufte Schnittblumen pro Tag, 600.000m² bebaute Fläche, 6 Mio. € Umsatz am Tag. Blumen aus Holland liefern lassen? Kostenloses E-Book

Haarlem (externer Link)

Haarlem - Markt mit Grote KerkHaarlem gilt als schönste Einkaufsstadt Hollands. Es locken zahlreiche Geschäfte und Läden entlang der Fußgängerzonen. Wie in Holland üblich, öffnen die Geschäfte Montags erst gegen Mittag, das ist interessant wenn die vielen Fußgängerzonen wie ausgestorben da liegen. Wochenmarkt ist montags und samstags. Am Marktplatz steht die „Grote Kerk“ oder „St. Bravokerk“, eine spätgotische Kathedrale mit der größten Orgel weit und breit. Die Besichtigung kostete hier „nur“ 2 €, deshalb waren wir mal drin. In Holland geht man auch mit Religion lockerer um, so dass es in einem Seitenschiff sogar eine Café-Ecke gab. In Haarlem gibt es zahlreiche so genannte „Hofjes“. Das sind abgeschlossene Haarlem - HofInnenhöfe mit Gärten nur für die Bewohner, drum herum die Häuser. Wenn man aufpasst entdeckt man entlang der Häuserzeilen Eingänge ohne Namensschilder oder Klingel, das können dann die Eingänge in diese Höfe sein. Kann man sich mal ansehen. Wenn der Zutritt nicht erwünscht ist, steht es dran. Es gibt kleine und große, traditionelle oder moderne. Interessant ist auch immer der Blick in die Wohnzimmer, die ja in Holland meist nicht von Gardinen oder Vorhängen verdeckt sind.

Edam (externer Link)

Edamer KäsemarktDer Edamer Käsemarkt hat uns persönlich besser gefallen. Dieser findet mittwochs in der Hochsaison (Ende Juni - August) statt, von 10:30 - 12:20 Uhr. Der Edamer Käsemarkt ist historisch gehalten, mit entsprechenden Kostümen, Musikkapelle und Moderator. Der Marktplatz ist kleiner und überschaubarer. Die Prozedur wird auch hier mehrsprachig erläutert, die Verhandlungspartner beim Preisfeilschen geben alles und liefern sich extra ein hartes Duell. Wenn man Glück hat bekommt man sogar einen Sitzplatz am Rand des Geschehens. Der Käse wird hier mit einem kleinen Boot angeliefert, ausgeladen, geprüft, gewogen, verkauft und mit einem Pferdegespann abtransportiert - anschließend alles wieder von vorn, vermute ich jetzt mal. Wir liefen anschließend noch etwas durch die Gassen. Am nördlichen Rand der Altstadt steht eine ziemlich große, imposante Kirche - für die Größe der Altstadt gesehen. PreisverhandlungAnsonsten ist Edam eine kleine, hübsche Stadt, die ein wenig verschlafen wirkt. Was uns im Nachhinein geärgert hat war, dass sie uns zum Parken auf eine sumpfige Wiese an der Ausfallstraße gelockt haben, für den Preis von 4 €. Das war für ein Tagesticket, aber wenn man nur 2 h bleibt ist es ärgerlich. Zumal man in der Stadt drin mit Parkuhr kostenlos parken kann. Aber gut, Kleinigkeit am Rande.

Volendam (externer Link)

Volendam kann man zusammen mit Edam in einem Rutsch besuchen, liegt nur wenige Kilometer südöstlich. Kostenlose Parkplätze findet man am Freizeitbad oder beim Einkaufszentrum - alles nicht weit zu laufen bis zum Zentrum. VolendamVom Zentrum wussten wir gar nicht so recht was wir davon halten sollten, scheinbar hat Volendam einen bekannten Ruf von dem wir nichts wussten. Es gibt zahlreiche Souvenirshops, Boutiquen und große Reisebusse zwängen sich durch die Gassen. Es macht eben diesen etwas gehobeneren Eindruck, hat aber auch einen schönen Blick von der Hafenmauer auf die „Waterfront“. Eine Besonderheit von Volendam ist wohl, sich in historischen Kostümen fotografieren zu lassen. Solche Fotoshops gab's an jeder Ecke.

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