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Paris

Aufenthalte vom 11.04. - 17.04.1998 und 24.07. - 26.07.2004

Dies ist kein kompletter Erlebnisbericht sondern mehr eine Art Fotoalbum mit erweiterten Bildunterschriften.

Gare du NordUnseren ersten Besuch in Paris unternahmen wir mit dem Zug. Wir fuhren in Dresden 18:20 Uhr ab. Nach Umsteigen in Bielefeld und Weiterfahrt im Schlafwagen erreichten wir Paris am folgenden Morgen um 9:08 Uhr. Zuerst suchten wir unser Pariser Hotel auf (im Reisekatalog gebucht). Nach 10 min. Fußmarsch waren wir in der Rue Pierre Sémard am Hotel Residence du Pré. Das Hotel machte einen guten Eindruck und für zwei Sterne war es gut. An der Rezeption wurde deutsch gesprochen.

Metro StationDen zweiten Besuch statteten wir während unserer Tour de France 2004 ab, am finalen Wochenende. Wir übernachteten im Formule 1 Hotel Paris, Porte de Châtillon an der Preripherie Autobahn im Süden. Der Preis mit 38 € p. Nacht/Zimmer war für Paris O.K. Die Formule 1 Hotel sehen ja überallgleich aus von der Ausstattung, aber für das Übernachten völlig ausreichend. Parkhaus ist nebenan, muss aber separat bezahlt werden (12 €/Tag). Zu Fuß gehts in 10 min. zur Endstation der Metro Porte d'Orléans und in 20 min. ist man bei Notre Dame bspw.

Notre Dame und Inseln

Ile de la Cite und Notre DameWir liefen als erstes zum Opernplatz der Opéra Garnier, um von da eine Stadtrundfahrt zu unternehmen. Zuvor schauten wir uns noch am Place Vendôme mit dem Hotel Ritz und Boutiquen der Modedesigner um. In der Mitte des Platzes steht die Austerlitz Säule. Das Bronzerelief, gegossen aus erbeuteten Kanonen, zeigt die Geschichte der Schlacht. Nach der Busfahrt, die eben nur einen kurzen Überblick verschafft und ansonsten nicht sehr ergiebig war, setzten wir die Stadterkundung auf eigene Faust fort. Chimären aus Notre DameWir begannen dort, von wo aus auch die Stadt sich begann zu entwikkeln. Auf der Ile de la Cité. Über die älteste Brücke der Stadt, die Pont Neuf, kamen wir auf die Seine-Insel, auf der die berühmte gotische Kathedrale Notre Dame steht. Wir bewunderten von innen die schönen Rosettenfenster und stiegen auf den Turm um die herrliche Aussicht zu genießen. Über eine weitere Brücke kamen wir auf die Nachbarinsel, die Ile St. Louis. Das Bild der Insel war beherrscht von Paris-typischen engen Gassen und historischen Fassaden. Dachterrasse SamaritaineJede Menge interessante Läden gab es zu entdecken. Wieder zurück über die Pont Neuf gingen wir ins Kaufhaus Samaritaine, gleich bei der Brücke. Mit dem Fahrstuhl kann man auf die Dachterrasse fahren, wo sich ein Bistro befindet. Kaufen muss man bei den Preisen dort nichts, aber man hat eine prima Aussicht auf Notre Dame bis rüber zum Eiffelturm und auf der anderen Seite zu Sacré Cœur. Ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr aber trotzdem eine schöne und kostenlose Aussicht. Panoramabild hier

Vom Louvre zum Eiffelturm

Glaspyramide am LouvreMit der Metro klappt der Transport in Paris ganz problemlos. Die Station Cadet der Linie 7, an der Rue La Fayette, war die nächstgelegene vom Hotel aus. So fuhren wir zum Louvre. Der ehemalige Königspalast beherbergt heute über 400.000 Kunstwerke. Das muss schon einen Besuch wert sein. Bei uns klappte es aufgrund von Feier- und Ruhetagen allerdings erst im dritten Anlauf. Wir nahmen einen Regentag zum Anlass für einen fünf stündigen Besuch. Für Nicht-Kunstprofis war das ausreichend undLouvre man bekam einen Überblick. Vom Louvre führte uns der Weg durch die Tuilerie-Gärten zum Place de la Concorde. In der Mitte des größten Platzes von Paris steht der 3000 Jahre alte Obelisk von Luxor, rechts und links davon zwei römische Brunnen. In Richtung Westen beginnt am Place de la Concorde die Avenue des Champs Élysées. Wir liefen den ersten, idyllischen Teil der Champs Élysées mit Parks beiderseits entlang. Brunnen am Place ConcordeAn der Kreuzung der Avenue Churchill erblickte man im Süden die goldene Kuppel des Invalidendomes, in der sich das Grabmal Napoleons befindet. Am Rond Point mit seinen Springbrunnen bogen wir in die Avenue Montalgne ein und liefen jetzt zur Seine. An der Avenue Montalgne befanden sich einige Nobelhotels und Boutiquen der Modedesigner. Über die Brücke Pont de l`Alma überquerten wir die Seine und liefen auf der Uferpromenade dem Wahrzeichen von Paris entgegen. Als wir nach einiger Zeit anstehen auf der obersten Plattform des Eiffelturms angekommen waren, wurden wir mit dieser herrlichen Aussicht auf Paris belohnt. Auf der mittleren Plattform spielte das Wetter verrückt, es schneite sogar kurzzeitig. Für den weiteren Weg nach unten nahmen wir die Treppen. Es regnete jetzt. Es gibt im Eiffelturm 3 Aufzüge für die Öffentlichkeit in den Pfeilern West, Nord, Ost. Der vierte Aufzug ist für GästeBootsvermieter in den Tuilerie GärtenChamps Elysees des Restaurants reserviert. Dort kann man allerdings zu Fuß hochlaufen, was sich vielleicht schlimmer anhört als es ist. Man kann sich ja Zeit nehmen und hat immer was zu schauen. Die Treppe ist auch ringsum zugebaut und man hat sieht keine Luft unter den Füßen. Außerdem ist die Schlange an der Kasse meist kürzer als am Aufzug.

Eiffelturm

Aussicht EiffelturmErbaut 1889 durch G.Eiffel · 7.000 t Stahl · 300 m hoch · Ausdehnung bei Wärme 15 cm · Schwankung der Spitze bei Wind 12 cm · erste Plattform 57m, zweite 115m, dritte 274m hoch. Panoramabild hier

Place Victor Hugo

Wir kehrten dem Eiffelturm den Rücken und stiegen die Treppen zum Palais Chaillot rauf. Eiffelturm vom Palais Chaillot ausVon dort sah man das bekannte Panorama mit Turm. Die beste Sicht hat man zum späten Nachmittag, wenn die untergehende Sonne den Turm herrlich beleuchtet. Über den Place du Trocadéro liefen wir die Avenue R.Poincaré zum Place Victor Hugo. Von diesem pariserischen Platz gehen zehn Straßen aus, nicht so viele wie beim Triumphbogen aber schöner und gemütlicher. In einem Bistro machten wir es uns bei einem kleinem schwarzen (Kaffee) gemütlich. Etwas ausgeruhter nahmen wir die zweite Etappe zum Place Charles de Gaulle mit dem Arc de Triomphe in Angriff, den wir durch die Avenue Victor Hugo schon Arc de Triomphevon weitem sahen. Zwischendurch sieht man immerwieder den Eiffelturm durch die Häuser blitzen. Der Triumphbogen sieht, wenn man davorsteht, imposanter und gewaltiger aus als man sich vorstellt. Durch Unterführungen gelangt man in die Mitte des Platzes, wo sich auch der Aufstieg zur Aussichtsplattform befindet. Wir nutzten eines Abends die Möglichkeit und genossen die nächtliche Aussicht auf die Stadt.

Musee d'Orsay

van Gogh im Musee d' OrsayDas Musee d`Orsay wurde 1988 in dem ehemaligen Bahnhof Gare d` Orsay eröffnet. In die riesige Halle und die Nebengebäude wurden sehr geschickt die verschiedenen Abteilungen der Ausstellung eingebaut. Wir sahen uns hier die Werke zu allseits bekannten Namen wie van Gogh, Monet, Renoir, Gauguin an. Neben Gemälden gibt es Skulpturen und Kunstgewerbe verschiedenster Art und Epochen zu sehen. Gegen Mittag verließen wir das Museum etwas geschafft und übersättigt von Kunst für diesen Tag.

Montmartre

Sacré CourMit der Metro fuhren wir für den Nachmittag zum Montmartre. Dieser Hügel entwickelte sich von einer dörflichen Gemeinde zum Anziehungspunkt der Maler, Schriftsteller im 19.Jh. und der Touristen heute. Am Place des Abesses stiegen wir aus der Metro und liefen durch die Gassen zum Fuße der Treppen unterhalb der Basilika Sacré Cœur (ich weiß immer noch nicht wie man das richtig ausspricht). Die weiße Kirche (allerdings nur von vorn) im römisch- byzantinischen Stil erhebt sich majestetisch über dem Montmartre. Place du TertreDie Mühen des Aufstiegs auf die Kuppel haben sich auch hier gelohnt. Von oben konnte man die gesamte Ausdehnung der Stadt, auch hinter dem Montmartre, mit vielen Vororten wahrnehmen. Anschließend durchstreiften wir die Straßen und Gassen des Montmartre. Inmitten der Großstadt ist man Montmartrehier wie in einer anderen Welt. Am Place du Tertre sahen wir den Malern über die Schulter, die sich hier mit ihrer mehr oder weniger guten Kunst präsentieren. Viele zeichnen Porträts der Passanten, andere wollen die Sehenswürdigkeiten von Paris auf Leinwand an den Tourist bringen. Auf dem Friedhof von Montmartre kann man u.a. das Grab von Heinrich Heine besuchen. Moulin RougeEine Reihe von weiteren (haupts. franz.) Persönlichkeiten liegen hier begraben, eine Informationstafel am Eingang weist den Weg. Nur teilweise wenige Zentimeter über den Grabmälern spannt sich eine große Stahlbrücke (Rue Caulaincourt). Moulin Rouge und ein Bummel entlang der "einschlägigen" Etablissements am Boulevard Clichy am Fuße des Montmartre durfte natürlich auch nicht fehlen.

Brunnen, Park und großer Würfel

Centre Pompidou und Strawinsky BrunnenVom Hotel de Ville, sozusagen dem Rathaus von Paris und Sitz des Oberbürgermeisters, ist es nicht weit zum Centre Pompidou. Dieser ungewöhnliche aber interessannte Bau beherbergt Bibliotheken, Galerien und Museen hauptsächlich für moderne Kunst. Gleich neben dem Pompidou Center ist ein sehr schöner Brunnen zu sehen, Strawinsky Brunnen. Darin bewegen sich eine Art Maschinen, schwarz und kalt, neben den bunten Figuren eines Künstlers.

Centre Pompidou

Erbaut 1977 · Baukosten eine Milliarde FF · 15.000 t Stahl

Einer der Parks der Stadt ist Jardin du Luxembourg. Jardin du LuxembourgHinter dem Palais du Luxembourg, dem Sitz des Senats, bieten sich zahlreiche Wege zum Erkunden an. Es ist ein Park der Pariser, aber zu der frühen Vormittagstunde als wir da waren, war kaum einer zu sehen. Wir verließen den Park in Richtung Pantheon. Das Pantheon wurde als Kirche gebaut, dann zur Ruhmeshalle umfunktioniert. Unter der Kuppel sind V.Hugo, Voltaire, Zola und andere Dichter beerdigt. Von dort liefen wir runter zur Seine und kamen nochmal an die Ile de la Cité. La Defense und Grand ArcheAuf den Mauern der Seine-Quais liegen die Kisten der Bücherhändler, der Bouquinisten, wo man in alten und neuen Büchern, Zeitschriften, Postkarten stöbern kann. Am westlichen Ende der Achse Louvre - Arc de Triomphe liegt das moderne Hochhausviertel La Defense. Mittelpunkt des Viertels ist der neue Triumphbogen Grand Arche. Dieser liegt in gerader Linie mit dem Arc de Triomphe, etwa 5 km weit auseinander. Mit freistehenden Fahrstühlen fuhren wir in den "Deckel" des Würfels. Bei trüben Wetter war die Aussicht nicht so toll. Rings um Grand Arche stehen teilweise interessannte Bürobauten.

Kanal St. Martin

An einem regnerischen Vormittag liefen wir entlang des Canal St.Martin. Er wurde 1822-25 gebaut, um Schiffen einen 16 km Umweg Canal St.Martinzwischen oberen und unteren Seinelauf zu ersparen. Vom Place Stalingrad liefen wir Richtung Seine. Der Kanal musste zahlreiche Schleusen passieren und ganz beträchtliche Höhenunterschiede überwinden. In der ländlichen Idylle einiger Teilstücke des Kanals glaubt man nicht in Paris zu sein. Das letzte Stück bis zum Place de la Bastille verläuft unterirdisch. Die Julisäule in der Mitte des Platzes steht an der Stelle der früheren Bastille. Nach der Stürmung im Juli 1789 ist sie zerstört und später alle Reste beseitigt worden. Heute steht am Place Bastille der moderne Bau der Neuen Oper. Unweit des Place de la Bastille findet man den Place des Vosges. Dies ist wohl der schönste und romantischste Pariser Platz. Durch einen Torbogen gelangt man in das Häuserquadrat in dessen Mitte sich eine Parkanlage befindet. In einem Gebäude ist , glaube ich, auch ein Victor Hugo Museum.

Fazit

Paris ist nach wie vor eine der schönsten und interessantesten Städte die wir kennen. Auf den zweiten Blick, also nach dem zweiten längeren Besuch, schaut man aber schon anders hin und entdeckt doch hier und da die Dreckecken. Besonders rund um Montmartre siehts doch hin und wieder nicht so sauber aus - und riecht auch so. Ein Weiteres dazu machen auch die vielen Hunde, die praktisch jeden Baum im Stadtgebiet meterhoch markiert haben. Von Hundedreck wegräumen halten die Franzosen noch weniger als wir bei uns. Die Tierquälerei beginnt in meinen Augen ja schon damit die Hunde in engen Stadtwohnungen zu halten. Wollt ich schon immer mal loswerden, passt ganz gut hierher.

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